Aktuelles ausführlich

+++ Kongress: "100% EE-Regionen –

Umsetzungsstrategien für Kommunen und Landkreise“

Zahlreiche Kommunen und Regionen haben bewiesen, dass die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien schon heute möglich ist. Neben einem wirksamen Klimaschutz garantieren Erneuerbare Energien langfristig stabile Energiekosten und eine hohe regionale Wertschöpfung.

In Vorträgen und verschiedenen Foren werden am 29. und 30. September in Kassel konkrete Handlungsmöglichkeiten vorgestellt und wertvolle Tipps für die praktische Umsetzung von Erneuerbaren-Energien-Projekten vor Ort gegeben; unter anderem in den Bereichen Finanzierung, rechtliche Rahmenbedingungen, Steigerung der Wertschöpfung, Potenzialerkennung, Rekommunalisierung und Bürgerbeteiligungen.
Außerdem werden auf dem zweitägigen Kongress neuste Forschungsergebnisse präsentiert, die die kommunale Planung erleichtern und beschleunigen. 

Veranstaltet wird der Kongress von der Agentur für Erneuerbare Energien, von dem Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Umweltbundesamt. Weiterhin wird der Kongress durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministers Norbert Röttgen.

Anmelden können Sie sich unter www.100-ee-kongress.de


+++ Erneuerbare werden immer besser und billiger

Die Lernkurve der Erneuerbaren Energien ist bereits beachtlich und wird sich weiter fortsetzen:

Bei nahezu allen Technologien von der Photovoltaik über Biogas- und Windenergieanlagen bis zu Holzpelletheizungen wurden in den vergangenen Jahren erhebliche technische Fortschritte und drastische Kostensenkungen realisiert. Hierzu leisteten die Förderinstrumente EEG im Strombereich und MAP im Wärmesektor entscheidende Impulse.
„Die Erneuerbaren Energien haben seit ihrer Markteinführung nicht nur quantitativ eine stürmische Entwicklung erlebt, sondern auch aus technologischer Sicht Fortschritte erzielt, die noch vor zehn Jahren kaum absehbar waren“, bilanziert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur Erneuerbaren Energien. Auslöser dieser erfolgreichen Entwicklung seien planbare, günstige Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder die Zuschüsse für regenerative Heizanlagen aus dem Marktanreizprogramm (MAP).

Mehr lesen Sie bei der Agentur für Erneuerbare Energien!


+++ Erleichterung über Aufhebung der Haushaltssperre

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) begrüßt, dass ab sofort wieder Fördermittel für den Einbau von Solarheizungen zur Verfügung stehen. Der Haushaltsausschuss im Bundestag hatte am gestrigen Nachmittag eine im April dieses Jahres verhängte Sperre von Fördermitteln in Höhe von 115 Millionen Euro aufgehoben. Diese hatte dazu geführt, dass der Fördertopf für Solarwärmeanlagen bereits Anfang Mai dieses Jahres erschöpft und die Nachfrage für Solarheizungen eingebrochen war. Erst in den letzten Tagen hatte das Finanzministerium auf Druck der Öffentlichkeit und aller Fraktionen im Bundestag seinen Widerstand aufgegeben und den Weg für die Wiederaufnahme der Förderung frei gemacht. Ab 12.7.2010 können beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Anträge gestellt werden.

„Die Aufhebung der Fördersperre kam in letzter Minute. Ein weiteres Ausbleiben der Fördergelder hätte viele Unternehmen in die Insolvenz getrieben“, so BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Er kritisiert, dass in den letzten Monaten große Kollateralschäden in der Solarthermie-Branche in Kauf genommen wurden. Nun könnten Branche und Verbraucher endlich aufatmen. Die Heizungsmodernisierung mit Hilfe von Solarheizungen werde ab sofort vom Bundesamt für Wirtschaft wieder finanziell gefördert. „Diese Möglichkeit sollte jetzt von allen Gebäudeeigentümern genutzt werden, die noch nicht die Kraft der Sonne für die Heizungsunterstützung nutzen“, so Körnig. Nach Angaben des BSW-Solar nutzen bereits rund 3 Millionen Bundesbürger Solarwärme für die Erwärmung ihres Eigenheimes oder von Brauchwasser.


+++ Einigungsvorschlag zur PV-Vergütungskürzung

Bund und Länder haben sich im Vermittlungsausschuss auf kleinere Änderungen bei der künftigen Vergütung für Solarstrom geeinigt.

Die Förderung soll nun in zwei Schritten abgesenktwerden. Die Vergütung für Aufdachanlagen soll rückwirkend zum 1. Juli um 13 Prozent sinken, die für Freiflächenanlagen um zwölf Prozent und die für Anlagen auf Konversionsflächen um acht Prozent. Ab dem 1. Oktober soll die Vergütung für alle drei Anlagenklassen nochmals um drei weitere Prozent sinken. Der Kompromiss weicht damit nur unwesentlich von dem im Bundesrat zunächst zurückgewiesenen Gesetzesvorhaben ab. Die Entscheidung könnte schon in dieser Woche vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden.   

„Das Vermittlungsergebnis ist lediglich ein kosmetischer Eingriff und enthält keine substanziellen Nachbesserungen“, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Deutschlands Solarindustrie steht nun vor der großen Herausforderung, die Kosten für die Produktion von Zellen, Modulen und anderen Solarkomponenten noch schneller zu senken als in der Vergangenheit und gleichzeitig die Wirkungsgrade und Qualität der Produkte weiter zu steigern.“ Der BSW-Solar hatte die Politik aufgefordert, die Summe der bis zum 1.1.2012 geplanten Fördereinschnitte von bis zu 42 Prozent zu reduzieren und an der tatsächlichen Kostenentwicklung der deutschen Solarwirtschaft zu orientieren, um den weiteren Ausbau der Solarindustrie am Standort Deutschland nicht zu gefährden. Der Bundesverband Solarwirtschaft bedauert, dass mit dem aktuellen Kürzungsbeschluss die Förderung von Solarstromanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zukünftig ganz ausgeschlossen werden soll. Er kritisiert darüber hinaus, dass der Eigenverbrauch von Solarstrom nicht stärker angereizt wird. Beide Maßnahmen hätten zur schnelleren Kostensenkung von Solarstrom beitragen können.  

Zur aktuelle Solarstromförderung herunterladen.


+++ Solarfamilien stellen Energieversorger in den Schatten

2009 investierten Familien mehr in Solarenergie in Deutschland als E.ON, EnBW und Co. zusammen in Kraftwerksneu und –ausbau

Die Energieversorgung in Deutschland wird zunehmend zur Familienangelegenheit: Bundesbürger investierten im letzten Jahr über sechs Milliarden Euro allein in die Solarenergie. Das ist mehr, als die vier großen Energieversorger zusammen für Kraftwerksneu und –ausbau ausgegeben haben. 73 Prozent der Hauseigentümer in Deutschland wollen ihre Energie am liebsten selbst erzeugen, so eine zum Auftakt der Woche der Sonne veröffentlichte Forsa-Umfrage.
Zur Aktionswoche vom 1. bis 9. Mai, die erstmals unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin stattfindet, werden 300.000 Besucher erwartet. Bundesweit informieren Handwerker, Kommunen, Vereine und Bürger auf rund 3.000 Veran-staltungen über Solarenergie.
„Familien denken an die Zukunft. Sie haben verstanden, dass wir eine dezentrale, unerschöpfliche und umweltfreundliche Energieversorgung brauchen. Die hohe Beliebtheit allein der Sonnenenergie zeigt, dass die Bevölkerung bereits heute in großem Stil auf saubere Technologien setzt: Die Bürger lassen ihren Absichten auch Investitionen folgen“, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V..
Zehn Prozent aller Hausbesitzer planen in den nächsten zwei Jahren die Installation einer Solaranlage zur Strom- oder Wärmegewinnung. 2009 haben Privathaushalte rund 6,22 Milliarden Euro in solche Anlagen investiert. Dagegen kamen die vier großen Energieversorger mit ihren gemeinsamen Investitionen in neue Anlagen zur Strom- und Fernwärmerzeugung und den Ausbau alter Anlagen nur auf ein Investitionsvolumen von rund 4,28 Milliarden Euro. 

Damit die Investitionsbereitschaft der Bürger weiter anhält und sich auch positiv auf die deutsche Solarbranche auswirkt, bleiben nach Auffassung des BSW-Solar noch für wenige Jahre attraktive und verlässliche Förderbedingungen unverzichtbar. Diese werden gegenwärtig durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für Solarstrom und den Haushaltsstopp für das Marktan-reizprogramm (MAP) von der Regierungskoalition in Frage gestellt. Dies sei aufgrund des harten internationalen Wettbewerbs um die Solarenergie als einen der größten Wachstumsmärkte industriepolitisch höchst fragwürdig, so Körnig.

Die Umfrage-Ergebnisse und mehr zu den Solarfamilien erfahren Sie hier!


Erneuerbare Energien behaupten sich in der Wirtschaftskrise

Anteil am Endenergieverbrauch erstmals über 10 Prozent

Mehr als 10 Prozent des gesamten Verbrauchs an Wärme, Strom und Kraftstoffen wurden im Jahr 2009 in Deutschland durch Erneuerbare Energien bereitgestellt. Dies ist das zentrale Ergebnis der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik (AGEE Stat), das Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen heute in Berlin vorgestellt hat. Demnach entzog sich die Erneuerbaren-Branche nicht nur weitgehend dem Sog der Wirtschaftskrise. Sie erhöhte sogar ihren Anteil an der deutschen Energieversorgung und verzeichnete durch steigende Investitionen einen weiteren Beschäftigungszuwachs: Mittlerweile sichert die Branche mehr als 300.000 Jobs. "Die Erneuerbaren Energien haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise behauptet", sagte Röttgen.

Während im Jahr 2009 die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern rückläufig war, zeigten sich die Erneuerbaren Energien stabil – ihr Anteil am Stromverbrauch stieg weiter auf 16,1 Prozent. Auch wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Biogas-, Photovoltaik- und Windenergieanlagen gebaut. Damit verbunden stiegen die Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien auf einen neuen Rekordwert von 17,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten legte erneut zu. Mehr als 300.000 Menschen, rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr, haben in der Erneuerbaren-Energien-Branche einen vergleichsweise krisenfesten Job gefunden.

Mehr dazu erfahren Sie hier!


BEE kritisiert Kürzung im Bundesbudget für das MAP

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE, Berlin) kritisiert die Kürzung von Fördermitteln für den Einbau von Technologie zur Nutzung erneuerbarer Quellen zur Wärmeversorgung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags scharf. Dieser hatte Ende vergangener Woche die Mittel für das Marktanreizprogramm, aus dem unter anderem Zuschüsse für Solarthermie-Anlagen, Holzpellet-Heizungen oder Wärmepumpen gezahlt werden, um 19,5 Millionen Euro gekürzt und weitere 115 Millionen des Budgets unter Haushaltsvorbehalt gestellt.

"Die Regierungsfraktionen haben mit diesen Entscheidungen alle Bekundungen der Regierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmesektor konterkariert", erklärt BEE-Präsident Dietmar Schütz. Wenn die Bundesregierung ihre Zusagen für den Klimaschutz einhalten wolle, sei eine deutliche Steigerung der Modernisierungsrate von Heizungsanlagen und mehr erneuerbare Energie im Wärmesektor notwendig. Schütz: "Wer jetzt die Fördermittel kürzt, bremst den Umbau, statt ihn zu beschleunigen."
Die Kürzung sind ein absolut falsches Signal für Verbraucher, Handwerker und Industrie.
Weitere Infos: www.bee-ev.de


Positiver Effekt der Wirtschaftskrise

Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent). Insbesondere im Industriebereich und im verarbeitenden Gewerbe gingen die Emissionen um 20 Prozent zurück. Dieser Rückgang der Emissionen liegt nach den Worten von Bundesumweltminister Röttgen vor allem an der Wirtschaftskrise.

In Anbetracht dieser Auswirkungen der ökonomischen Krise ist die Beachtung des Klimaschutzes bei allen Maßnahmen zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung besonders bedeutsam. UBA-Päsident Jochen Flasbarth fordert: „Bei der wiederanspringenden Wirtschaftsentwicklung den Treibhausgas-Ausstoß noch stärker vom Energieverbrauch zu entkoppeln“. Der Rückgang der Energienachfrage zeige ja, wie stark Energieeinsparung wirken könne.

Weitere Infos unter www.umweltbundesamt.de.


Erneuerbare Wärme gewinnt den Heizkostenvergleich

Der Umstieg auf Wärme aus Erneuerbaren Energien lohnt sich und spart den Verbrauchern bares Geld. Dies gilt trotz des aktuell vergleichsweise niedrigen Preisniveaus von Heizöl und Erdgas. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der Agentur für Erneuerbare Energien. Dabei wurden die Gesamtkosten regenerativer Heizsysteme mit fossilen Bestandsheizungen verglichen, bezogen auf eine Betriebsdauer von 20 Jahren. Das Ergebnis: Umsteiger können immer noch mehr als die Hälfte ihrer Heizkosten einsparen.

Dies gelte, obwohl sich die Brennstoffpreise aufgrund der Wirtschaftskrise zuletzt eher zum Nachteil der erneuerbaren Wärmequellen entwickelt habe. Eine Kilowattstunde Wärme aus regenerativen Quellen ist immer noch deutlich günstiger als eine fossilen Ursprungs: Eine aus Heizöl gewonnene Kilowattstunde Wärme kostet derzeit ca. 6,1 Cent, beim Wärmepumpenstrom schlagen 5,5 Cent und bei den Pellets 4,6 Cent zu Buche. Auch im Falle einer Heizungsunterstützung durch eine Solarthermieanlage rechnen sich die Investitionen: Die Kosten für die Neuinstallation einer Solar-Brennwert-Kombiheizung rechnen sich bereits nach einer Betriebszeit von 8 bis 12 Jahren.

Weitere Infos unter: www.waermewechsel.de

und unter: www.unendlich-viel-energie.de


Solarenergie lohnt sich auch in 2010

Nach der Bundestagswahl standen viele Spekulationen im Raum, wie es mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien unter der schwarz-gelben Regierung weiter geht. Absenkungen der Solarförderung um bis zu 30 Prozent wurden befürchtet. Doch im endgültigen Koalitionsvertrag der Union und FDP ist eine deutliche Absenkung der Solarförderung nicht vorgesehen. Die Solarbranche wird stattdessen im Dialog mit der Politik Spielräume für eine Anpassung der Förderung über das gesetzlich fixierte Maß hinaus ausloten. Zunächst geht alles aber seinen gewohnten Gang. Das bedeutet, dass die Förderung in dem vom Erneuerbaren-Energien-Gesetz vorgesehen Maß zum Jahreswechsel für Neuinvestoren um neun bzw. elf Prozent runtergestuft wird. Die jährliche Absenkung der Förderung soll die Branche dazu anhalten, sich technisch stetig weiter zu entwickeln und die Preise kontinuierlich zu senken. Auf diese Weise will der Gesetzgeber dem Verbraucher so schnell wie möglich die rentable Investition in eine Solaranlage auch ohne Förderung ermöglichen.

Für 2010 bedeutet das: Privatinvestoren, die auf ihrem Eigenheim eine neue Photovoltaikanlage errichten, erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom immerhin noch 39,14 Cent. „Der Run auf Solaranlagen ist erfreulich und auch verständlich“, so Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. „aber auch im nächsten Jahr wird sich die Investition in Solaranlagen in der Regel auszahlen. Worauf Verbraucher achten sollten, ist eine qualitativ hochwertige Anlage und deren fachgerechte Installation – dann hat man auch lange Freude an sauberem Strom vom eigenen Dach.“

Ein Weg, die fachgerechte Installation einer Solaranlage sicher zu stellen, bietet der Photovoltaik-Anlagenpass des BSW-Solar. Mit ihm dokumentiert der installierende Handwerksbetrieb seine fachgerechte Arbeit. Betriebe, die den Anlagenpass anbieten, sind auf www.pvap.de registriert. Informationen rund um die Technik und Förderung von Solaranlagen gibt es kostenlos im Internetratgeber www.solartechnikberater.de.

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